Sprache

Gesprochene und geschriebene Sprache sind Schwerpunkte meiner Neugierde. Besondere Interessen: Frühe Sprachentwicklung, Sprachtherapie, Sprachförderung, Prävention von Sprachstörung und Lese-Rechtschreib-schwierigkeiten, auditive Wahrnehmung

FORUM Kindersprache

Das ist Thorsten Lindenmeyer. Zusammen sind wir Forum Kindersprache. Jedes Jahres organisieren wir eine Fachtagung. Schwerpunkt sind Aspekte der frühen Sprachentwicklung.

Fortbildung Vorträge

Unter "Fortbildung" finden Sie meine Angebote als Referent für Lehre, Beratung und Fortbildungen.

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Beobachtungsbogen Kita 1-6 (BB 1-6)

 

Im Februar erscheint eine neue Auflage von

Hören, Sehen, Verstehen

(Sprachspiele zur Vorbeugung von Lese-Rechtschreibschwierigkeiten)

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Stuttgarter Zeitung. Bild: fotolia Technik muss der Pädagogik folgen Mit diesem Titel wurde am 9.2.2017 ein Artikel in der Stuttgarter Zeitung überschrieben. Und für diejenigen, die bisher unter Technik etwas anderes verstanden haben, wird erläutert, dass Digitalisierung eben eine Kulturtechnik sei: "Digitalisierung. Der kompetente Umgang mit digitalen Medien gilt neben Lesen, Schreiben und Rechnen als vierte Kulturtechnik: Nach den Bildungsplänen soll die Digitalisierung in Kitas und Schulen voranschreiten." Es ist noch nicht so lange her, da lief Mediennutzung in Schulen und erst recht in Kitas unter dem Thema "Schützt die Kinder vor Medienmissbrauch". Dazu ein Zitat aus unserem Buch "Vom Wahrnehmen zum Lernen": Mit „Medien“ sind alle Kommunikationsmittel gemeint. Medien sind für die Mehrheit aller Kinder Informationsquelle, Beschäftigungs- und Kommunikationsmittel und damit Teil der aktuellen Lebenswelt geworden. Auch diese Informationen müssen Kinder aufnehmen und verarbeiten. Bislang steht der Schutz der Kinder im Fokus von vielen Diskussionen und Publikationen, auch die Sorge der Eltern und Pädagogen vor einem Medienmissbrauch und vor negativen Einflüssen auf das Verhalten, auf das Lernen und auf die soziale Entwicklung. Pädagogen in Kindertagesstätten wünschen sich am ehesten, dass mit Medienerziehung erreicht werden kann, dass Kinder Medien weniger nutzen (Knauf 2010). Manche Eltern reagieren mit strenger Kontrolle ihrer Kinder, aber immerhin 15% kapitulieren und verzichten auf erzieherische Vorgaben (Knop, Hefner, Schmitt & Vorderer 2015).   Grund zur Besorgnis gäbe es noch genug angesichts der vielen Erwachsenen, die in der S-Bahn und auf der Straße nur noch aufs Smartphone schauen. Und der vielen kleinen Kinder im Buggy, auf den Autorücksitzen oder im Restaurant, die mit einem Tablet ruhig gestellt werden, und dabei sicher nichts für ihre Bildung oder ihre IT-Kenntnisse tun. Die kritischen Stimmen scheinen aber inzwischen kapituliert zu haben. Oder will sie keiner mehr hören? Dann arrangiert man sich mit der Realität, und manche möchten helfen, die Richtung zu bestimmen.  Die digitalisierte Welt setzt sich durch. "Games gehören in die Schule" titelt die Luzerner Zeitung und verweist auf die motivierende Wirkung von Laptop und Co. Und offensichtlich haben auch einige StartUp-Unternehmen Spass daran, weil sich damit viel Geld verdienen lässt. "EdTech" (Educational Technology) heißt das nun. "Der Bildungsmarkt ist ein Milliardenmarkt und Investitionen in EdTech könnten den Fintech-Boom ablösen und den Bildungsmarkt umwälzen. Dass viel Geld im Spiel ist, zeigt unter anderem die Übersicht über EdTech-Start-ups, die 2016 in New York die größten Finanzierungsrunden abgeschlossen haben." Massenhaft werden Apps und Software-Programme geschrieben und vermarktet.  Das Gegenstück: Frei und kostenlos verfügbare digitale Lernmittel, sog. OER (Open Educational Resources), sozusagen die Wiki-Bewegung der digitalen Bildung. Das gefällt sogar der Bundesregierung. Das Bildungsministerium eröffnet ein eigenes Portal dazu (z. Zt. noch eine digitale Baustelle). Wie soll da der "normale" Grundschullehrer noch den Überblick behalten? Am besten besucht er vom 14. bis 18.2.2017 die Bildungsmesse didacta in Stuttgart, bei der dem Thema zahlreiche Vorträge und Ausstellungen gewidmet sind. Die Kapitulation scheint einer Euphorie zu weichen, in der die größte Herausforderung sein wird, den Überblick zu behalten. Wie lernt man, gute Qualität zu erkennen und wer hilft dabei? Auch in der Familie und in der vorschulischen Bildung hält die digitale Welt Einzug. Digitale Welt, schon in der Kita? titelt nifbe, das angesehene Niedersächsische Institut für Frühkindliche Bildung und Entwicklung (nicht auf Papier sondern im Internet). "Wichtig ist, dass medienpädagogische Arbeit in das allgemeine Bildungskonzept einer Kita integriert wird, um die Kinder in ihrer Identitätsbildung ganzheitlich zu fördern. Letztlich bedeutet dies, dass Medien ein Werkzeug unter vielen sind." Digital liest sich das recht schön. Über das Wie und über die Frage "Wer kann darin ausbilden" und wie lernen Pädagogen, mit diesem "Werkzeug" umzugehen, schweigt sich der Aufsatz aus. Ob die didacta, die sich dem Thema "Digitale Medien in der Kita" am 17. Februar 2017 einen ganzen Tag lang widmet, zu diesen Fragen Auskunft geben wird? Ich bin gespannt. Bisher gibt es für Kitas nur Anleitungen zum Fotografieren oder Filmen. Wenige Publikationen machen es sich explizit zur Aufgabe, Kinder von sehr einfachen Anregungen zu Gestaltern von Medien werden zu lassen. stepfolio, ein Anbieter einer sehr guten App, vereint die digitale Entwicklungsdokumentation (z.B. mit unserem Beobachtungsbogen Kita BB 1-6) mit der Möglichkeit, das Portfolio jedes Kindes digital aufzunehmen und zu speichern. Dann wird halt am Ende des Jahres eine DVD gebrannt und es werden viele Seiten Papier und viele Druckerpatronen gespart. Pädagogische Fachkräfte, die Medienprojekte gestalten wollen, können sich Rat in Jugendämtern, beim Jugendschutz, bei kommunalen Verbänden, bei medienpädagogischen Dozenten in Hochschulen und bei kirchlichen Trägern holen. Bis man die aber regional gefunden hat, geht der steinige Weg noch über viele Clicks. Hier zwei Vorschläge auf gedrucktem Papier: Eder, Orywal & Roboom: Pixel, Zoom und Mikrofon Eder, Neuß & Zipf: Medienprojekte in Kindergarten und Hort Oder eben doch ein paar Links: www.bestekinderapps.de www.Feibel.de www.Blickwechsel.org www.meko-kitas-nrw.de www.gute-apps-fuer-kinder.de www.klick-tipps.net www.internet-abc.de Um Vorschläge zur Erweiterung der Liste bitte ich Sie sehr. Am besten via digitale Kommunikation.
"Alltagsintegrierte Entwicklungsdokumentation ist möglich! Durch dialogische Portfolioarbeit" schreibt Theresa Lill in ihrem Blog bei stepfolio und in ihrem Buch „Dialogisches Portfolio: Alltagsintegrierte Entwicklungsdokumentation“, das gerade im Herder Verlag erschienen ist.
08.02.2017
Henning Rosenkötter
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Das moralische Denken von Kindern entwickelt sich unabhängig von ihrer Intelligenz, titelt bildungsklick die gute Übersetzung und Zusammenfassung einer Untersuchung von Hanna M. Beißert und Marcus Hasselhorn, die frei verfügbar in frontiers in Psychology veröffentlicht wurde. Frühere Untersuchungen hätten gezeigt, dass bei Jugendlichen und Erwachsenen moralische Haltung und Intelligenz in einer Wechselwirkung stehen, so Beißert. Diesen Zusammenhang konnten die Autoren jetzt bei jüngeren Kindern nicht feststellen. An der Studie nahmen 129 Kinder im Alter von 6;4 bis 9;10 Jahren teil. Ihnen wurden altersgemäße Bildergeschichten gezeigt, in deren Handlung ein Kind moralische Regeln bricht. Die Kinder sollten beurteilen, "welche moralischen Regeln und Gefühle mit der Geschichte verbunden sind, und einordnen, wie es sich anfühlen würde, wenn sie die Taten selbst begangen hätten". Die Ergebnisse zeigen keinen signifikanten Zusammenhang mit den Ergebnissen der gleichzeitig durchgeführten Intelligenztests. Ganz ähnlich fand S. M. Fleming (2015) keinen Zusammenhang zwischen der kognitiven Entwicklung von Kindern und ihren Fähigkeiten zur Selbstbewertung. Mit vier bis sechs Jahren beginnen Kinder, ein Bewusstsein über das eigene Wissen zu entwickeln (Metakognition) und sich solche Fragen zu stellen: "Wie gut habe ich das gelernt?", "Was brauche ich, um es noch besser zu wissen?".  Offensichtlich sind also die Fähigkeiten, ein realistisches Sebstbild und eine moralische Haltung zu entwickeln, nicht an kognitive Fähigkeiten gebunden. Bleibt also wieder die Frage nach der Definition des Intelligenzbegriffs: Gehören soziale und metakognitive Fähigkeiten zur Intelligenz?

Infos zur Person

Medizin Studium in Köln, Kiel, Freiburg

Ausbildung in Freiburg, Basel, Heilbronn

Oberarzt der Kinderklinik Ludwigsburg

Schwerpunkte: Neonatologie, Kinderallergologie, Sozialpädiatrie, Neuropädiatrie, Familientherapie

Ehem. Ärztlicher Direktor des Sozialpädiatrischen Zentrums im Klinikum Ludwigsburg

Lehrbeauftragter der Pädagogischen Hochschule Heidelberg und der Evangelischen Hochschule Freiburg

Tätigkeiten im Ausland: Elfenbeinküste, China, Mongolei

Freizeitaktivitäten: u.a. Bildhauerei und Grafik

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